Martin Antretter (Geschäftsleiter der Gemeinde), Eduard Obermeier (Erster Bürgermeister) und Alfred Rauscher (Geschäftsführer der R-KOM) vor dem Rathaus der Gemeinde Pettendorf

Das Pettendorf Glasfasernetz wächst weiter

Veröffentlicht am 29. Mai 2017 in Allgemein, Ausbau
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Bereits 2012 wurde die Gemeinde Pettendorf durch R‑KOM mit einer Breit­bandversorgung ausgestattet. Hierfür wurden Glasfaserleitungen zu den be­stehenden 21 Kabelverzweiger der Deutschen Telekom AG verlegt und dane­ben neue Gehäuse mit VDSL Technik aufgebaut. Dieser FTTC Ausbau ver­sorgt den Großteil der Pettendorfer Haushalte mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s.

Im November 2016 startete die Gemeinde Pettendorf ein weiteres Auswahl­verfahren nach der Bayerischen Breitbandrichtlinie zur Verbesserung der Breitbandversorgung. Der Gegenstand des Verfahrens war der Anschluss un­terversorgter, verstreut stehender Einzelgebäude der Gemeinde an die welt­weite Datenautobahn. Der Ausbaubereich umfasst: Schlossstr. 1, Eichen­brunn, Haselhof, Günzenried, Hinterberg, Ebenwies und Deckelstein.

Im Rahmen des offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens wurde die REWAG Tochter R-KOM, Regensburger Telekommunikationsge­sellschaft GmbH & Co. KG, als wirtschaftlichster Anbieter ausgewählt.

Zur Schließung der Versorgungslücke wird die R-KOM, beginnend ab dem zweiten Quartal 2018, 50 Gebäude mit FTTH (fiber to the home, Glasfaser bis ins Haus) erschließen. „FTTH ist der höchste technische Standard und ermög­licht Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit“, erläutert der R-KOM Geschäfts­führer Alfred Rauscher die Vorzüge der Technik.

Glasfaserkabel sind 100 Million Mal so leistungsfähig wie die alten Kupferleitun­gen. Doch die Errichtung von Glas­faserleitungen ist aufwendig und teuer. Entscheidend für die Möglichkeit zum wirtschaftlichen Ausbau des Re­gensburger Glasfasernetzes in der Landkreisgemeinde war die beste­hende Leerrohrinfrastruktur. Diese wurde in der Vergangenheit von der REWAG KG kostengünstig mit anste­henden Baumaßnahmen errichtet. „Ein Meter Glasfa­serleitung inklusive Tiefbau kostet über 70,- €. Die Breitbandversorgung der unterversorgten Gebäude erfordert über 16 Kilometer. Ein solches Projekt ist nur umsetzbar, wenn alle Beteiligten ihren Anteil leisten und vorausschauend zusammenarbeiten“, freut sich der 1. Bürgermeister Eduard Obermeier.

Im Rahmen des Projektes wird eine FTTH (Fiber-to-the-home, Glasfaser bis ins Haus) Infrastruktur errichtet. Hierzu werden die Glasfaserleitungen vom zentralen Netzknoten in Reifental zum Hausanschlussraum jedes der 50 Ge­bäude verlegt. Mit dem aktuellen Produktangebot der R‑KOM steht den Be­wohnern dann Internet mit einer Geschwindigkeit von 500 Mbit/s im Down- und 100 Mbit/s im Upstream zur Verfügung.

Bei zukünftigen Bauvorhaben wird das Glasfasernetz weiter, kosten­günstig in Richtung Kunde ausgebaut. Unser Ziel ist es in einigen Jah­ren alle Gebäude in der Gemeinde Pettendorf direkt am Glasfasernetz angeschlossen zu haben und auf die Kupferleitungen zu verzichten. Nur die Glasfaser sichert Kom­muni­kation in Lichtgeschwindigkeit, “ meint R-KOM Geschäftsführer Alfred Rau­scher.

Der Glasfaserausbau in der Gemeinde Pettendorf wird im Laufe des Jahres 2018 umgesetzt. Rechtzeitig vom dem Start werde die Bewohner über den Ausbau und die neuen Möglichkeiten informieren.

 

Foto: v.l.: Geschäftsleiter der Gemeinde Martin Antretter, Erster Bürgermeister Eduard Obermeier und Geschäftsführer der R-KOM Alfred Rauscher